Auf der Suche nach dem “missing link”

Das Netz wird zum Netz durch die Fäden. Das Web wird zum Web durch die Links. Links verknüpfen zusammengehörige Informationen, egal wo diese physisch liegen.

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Zusammen, was zusammengehört? Integriert denken, integriert berichten?

(Dieser Artikel erscheint parallel im GoingPublic Magazin 5/2012 vom 28. April.)

Das neue Zauberwort heißt „integrierte Berichterstattung“. Diese soll Finanz- und CSR-Daten verknüpfen und zu einer nachhaltig besseren Unternehmensperformance führen. Doch was verbirgt sich hinter der integrierten Berichterstattung: unternehmerisches „Green-Reporting“ oder CSR 2.0? Und noch wichtiger, welche Voraussetzungen braucht ein Unternehmen, um integriert zu berichten?

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CSR-Berichte gehören ins Netz

Die KPMG veröffentlichte jüngst eine Studie zum Thema CSR-Berichterstattung. Erfreulicher Tenor: „Immer mehr Unternehmen legen Rechenschaft über ihr nachhaltiges Wirtschaften ab.“ Dass die Zahl der Online-CSR-Berichte nicht in gleicher Weise gestiegen ist, ist hingegen weniger erfreulich.

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The Return of Flash or “Am I Missing Something?”

Steve Jobs ist tot. Was immer das für die strategische Ausrichtung und damit für die Zukunft Apples bedeuten mag, mit einem ist jedenfalls nicht zu rechnen: Dass Apple-Produkte in naher Zukunft Flash unterstützen werden. Derartige Erwartungen entspringen eher der Frustration darüber, dass es seitens der Kalifornier nie eine zufriedenstellende Begründung dafür gab, dass eine weitverbreitete und beliebte Internettechnologie schlicht ignoriert wird. Da klagen nicht hilft, müssen sich sämtliche Anbieter von Websites irgendwie zu dieser Tatsache verhalten. Sinnvollerweise weichen sie auf alternative Technologien aus.

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Usability - und immer an die Nutzer denken!

Eine Website ist kein statisches Gebilde. Ob sie dem Verkauf von Produkten oder der Informationsvermittlung dient, in jedem Fall bedarf es einer Vielzahl von Handlungen seitens der Nutzer, damit ihr Ziel erreicht wird - vom einfachen Navigieren durch die Seite über den Download von Dokumenten, das Ausfüllen von Bestell- oder Kontaktformularen bis hin zum Auslösen des Bezahlvorgangs.

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Do me a favour, forget about the fold!

Some things never change. Im Zuge der Konzeption und des Layouts von Websites werden wir oft mit dem Wunsch konfrontiert, die Seiten so zu gestalten, dass der Nutzer auf keinen Fall scrollen muss. Die ewige Angst, dass nicht auf den ersten Blick sichtbare Inhalte einer Webpage nicht wahrgenommen werden, sorgt dafür, dass das „Above-the-fold“-Argument immer wiederkehrt. Es scheint, als ob ein Gespenst umginge in Europa – das Gespenst der Falz. Muss man es fürchten?

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Teil der Website sein oder nicht Teil der Website sein …?

Immer mal wieder wird die Frage nach der informationsarchitektonischen Verortung von Online-Berichten aufgeworfen: Sollten Online-Geschäfts- oder -CSR-Berichte in die Corporate Website integriert oder besser auf eine Microsite ausgelagert werden?

Vergegenwärtigt man sich den vollkommen unterschiedlichen Charakter der beiden Plattformen Corporate Website und Online-Bericht sowie die auf sie bezogenen Nutzererwartungen, dann fällt die Antwort leicht.

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Abschluss einer erfolgreichen Online-Geschäftsberichts-Saison

Mit der Liveschaltung des Geschäftsberichts 2010 der ROLAND-Unternehmensgruppe ging am gestrigen Dienstag eine erfolgreiche Online-Geschäftsberichts-Saison für die Kirchhoff Consult AG zu Ende.

Wir blicken zurück auf spannende Projekte mit anspruchsvollen Kunden und sind stolz auf die entstandenen Berichte. Sechs Geschäftsberichte, drei Nachhaltigkeitsberichte und zwei integrierte Berichte – das ist die Bilanz des Frühjahrs 2011.

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10 wahre Exoten im sozialen Netzwerkdschungel

DschungelDer Netzwerkdschungel ist eine Brutstätte der Kuriositäten: Jeder kleine Exot ist auf seine Art und Weise wirklich einzigartig – einzigartig gut oder auch einzigartig unnötig.

Wir befinden uns auf Planet Internet und tauchen ein in einen farbenfrohen Dschungel der sozialen Netzwerke. Man begegnet „alten Waldelefanten“ wie Facebook, Twitter oder Xing ebenso wie vielen kleinen unbekannten Arten von „Netzwerkinsekten“. Jedes Jahr gründen sich hunderte dieser kleineren Netzwerklebensformen und sichern sich durch die Anpassung an spezielle User-Bedürfnisse ihre Öko-Nische im Netzwerkdschungel. Manche jedoch überleben nicht länger als einige Monate. Gott sei Dank!

1. Des Menschen bester Freund „onlein(e)“
Auch Hunde(halter) brauchen eine Plattform. www.dogster.com gibt ihnen die Möglichkeit sich über ihre verschiedenen Interessen, wie Lieblingsfutter, Lieblingsörtchen oder Lieblingsspielzeug auszutauschen. Nehmen wir Zeus: eine 4-jährige Bulldogge, die gerne spazieren geht und gerne Wiener Würstchen frisst. Es bleibt zu klären, wie viel Wert die Vierbeiner auf Wahrung ihrer Privatsphäre legen.

2. Talente – die keiner hören möchte
Es gibt einen guten Grund, warum Karaoke in Bars praktiziert wird. Das Publikum kann im angeheiterten Bewusstseinszustand die schlechten Sänger von den ganz schlechten Sängern nicht mehr unterscheiden und ist trotzdem begeistert. Unter www.redkaraoke.com sind sie jedoch wiedervereint – die leidenschaftlichen und von sich überzeugten Karaoke-Sternchen dieser Welt. Die Musikperformances werden einfach online gestellt und von einer selbsternannten Jury nüchtern bewertet – ob man nun möchte oder nicht. Kater garantiert!

3. Wir wissen schon heute, was morgen geschieht
Für alle User, die heute bereits wissen, was die Zukunft bringen wird, ist www.foretal.com die perfekte Plattform. Die Idee ist einfach: User stimmen über die Eintrittswahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse ab. Tritt eine Prophezeiung ein, so kürt die Plattform Gewinner und Verlierer. Wie wäre es damit: Im Juni 2014 wird Deutschland im Land der Dribbelgötter Fußball-Weltmeister. Stimmen Sie ab! Vorausgesetzt die längere Wartezeit bis zur Auflösung stört Sie nicht.

4. Ein Stück vom Himmel …
Mit der Registrierung bei www.lineforheaven.com schaffen die Mitglieder dieses religiösen Netzwerkes den Sprung auf eine höhere spirituelle Ebene. Der Leitgedanke ist die Vergebung aller Sünden durch den Erwerb von so genannten „Karma-Points“, die den User noch ein Stückchen näher an die himmlischen Sphären heranführen sollen. Erfahrungsberichte aus dem Himmel sind derzeit noch Fehlanzeige …

5. WIR geben dir einen Namen!
Soziale Netzwerke ermöglichen den Mitgliedern normalerweise sich selbst darzustellen beispielsweise durch das Hochladen von Bildern, die Profilerstellung oder dem Chat mit anderen Mitgliedern. www.ncludr.com dagegen ist anders. Ein algorithmisches System errechnet sogar das Profil des Users – Selbstdarstellung nicht erwünscht!

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Annual Report on Annual Reports

Nachdem ich im letzten Jahr hier ausführlich den Report zu den internationalen Geschäftsberichten 2008 zusammengefasst habe, sollen dieses Jahr nunmehr eine Verlinkung und einige kleine Highlights genügen.

Der Report von ReportWatch

und hier zu den Schmankerln….

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Hoch lebe Social Media

Hype oder Nicht-Hype? Eine rhetorische Frage – Social Media ist eindeutig kein Hype mehr. Im Gegenteil. Social Media hat sich als feste Größe im Marketing sowie in den PR und der Kommunikation etabliert. 2010: Social Media ist in aller Munde. Man munkelt: Wird 2010 das Social- Media-Jahr oder ist es das längst?

Den Umgang mit Social Media sollte man beherrschen und sich überlegen, welche Informationen man dadurch in Umlauf bringt. Denn gute wie schlechte Informationen kommen wie ein Bumerang wieder zurück!

Den Umgang mit Social Media sollte man beherrschen und sich überlegen, welche Informationen man dadurch in Umlauf bringt. Denn gute wie schlechte Informationen kommen wie ein Bumerang wieder zurück!

Nach 23 Jahren stellt Pepsi seine TV-Werbeausgaben beim Super-Bowl-Finale 2010 ein. Immerhin sind weit mehr als 100 Millionen US-Amerikaner live dabei, im Fernsehen wird es in über 200 Länder weltweit übertragen und in über 30 Sprachen kommentiert. Die Werbeplätze sind trotz Wirtschaftskrise heiß begehrt: 30 Sekunden Werbe clip kostet ein Unternehmen über 2 Millionen US-Dollar. Doch Pepsi investiert lieber  20 Millionen US-Dollar in das Social-Media-Programm „Pepsi  Refresh“, um näher an seinen Zielgruppen zu sein. Zukünftig reicht es eben nicht, seine  Zielgruppe zu definieren. Man muss vielmehr seine Anspruchsgruppen in den Medien finden, um die Botschaften an der richtigen Stelle zu platzieren. Das Programm unterstützt Projekte und Menschen, die Communitys ein „Refresh“ geben. Weniger Werbung – mehr Kommunikation. Das prognostiziert jedenfalls Forrester Research.

Wer weiß was?
Hand aufs Herz! Web 2.0, Social Media und Networks. Alle reden davon. Fast alle tun es. Derzeit verbringt der Deutsche durchschnittlich mehr als vier Stunden im Monat auf Facebook, YouTube, Twitter etc. Die Tendenz ist stark steigend. Es wird also immer wichtiger, den Austausch und Dialog mit Kunden, Partnern, Mitarbeitern und weiteren Stakeholdern konsequent zu suchen, eine Beziehung aufzubauen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Herausforderung für Unternehmen wird sein, in allen Disziplinen und Medienkanälen zielgerichtet zu kommunizieren. Die Online-Kommunikation wird nämlich komplexer, aber auch vielfältiger: 94 Prozent der Teilnehmer am B2B-Online-Monitor 2010 (175 Entscheider) kommen zu der Einschätzung, dass die Online-Kommunikation in den kommenden drei Jahren die Leitfunktion für alle Kommunikationsmaßnahmen in deutschen B2B-Unternehmen übernehmen wird. „Revolution 2.0“ nennt es der Kommunikationsexperte Professor Peter Kruse. Denn erst jetzt wird allmählich deutlich, welche Reichweiten möglich sind. Die drei Top-Twitterer kommen auf eine höhere Anzahl Follower als Österreich auf Einwohner. Weltweit gibt es mehr als 200 Millionen Blogger, ein Drittel ihrer Beiträge beschäftigt sich mit Produkten, Marken und Herstellern. Jedes Unternehmen muss sich auf Netzwerkresonanz einstellen und kann es sich nicht leisten, die Macht von Social Media zu ignorieren.

Wir sehen uns im Netz

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Strategisch unterwegs im Netz

Soziales Leben im Netzbild-1

Aktuelle Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie zeitnahe Informationen über Tagesereignisse, Online-Shopping, Homebanking, soziale Netzwerke – das Internet und seine vielfältigen Angebote sind zu einem wesentlichen Bestandteil unseres Lebens und der professionellen wie privaten Kommunikation geworden. 67 Prozent der deutschen Erwachsenen sind online, in der Schweiz sind es gegenwärtig 81 Prozent. Meinungen werden im Internet, auf Social Media Plattformen, wie Facebook, Twitter oder in Blogs verbreitet. Jeder wird dort zum Online-Multiplikator, der mit seiner Meinung und Bewertung Marken und Produkten zum Erfolg verhelfen oder die Reputation des Unternehmens nachhaltig schädigen kann. Negative „Schlagzeilen“ im Internet breiten sich oft rasant aus und stehen, anders als Artikel in Tageszeitungen, unbegrenzt, an jedem Ort, zu jeder Zeit, zur Verfügung. Viele Unternehmen bemerken jedoch Krisenherde im Netz erst, wenn sie von Dritten darauf aufmerksam gemacht werden. Nicht selten kommt es vor, dass Themen, die zuerst kritisch in Online-Foren diskutiert wurden, später den Sprung in die Printmedien schaffen.

Den Überblick über die verschiedenen Netzwerke und Blogs etc. zu behalten, das Unternehmen erfolgreich zu positionieren, eine gute Reputation zu erlangen und diese kontinuierlich zu sichern, ist für Unternehmen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Unternehmen, egal ob börsenkotiert, international, national oder mittelständisch, Stiftungen und Non-profit-Organisationen müssen heute vor den Augen einer kritischen Öffentlichkeit bestehen und sich durch ihren guten Ruf von ihrer Konkurrenz differenzieren. Unternehmerische Verantwortung und soziale Glaubwürdigkeit nehmen so eine immer wichtigere Rolle ein. Umso entscheidender sind die nachhaltige und systematische Planung und Realisierung, die Vernetzung aller Kommunikationsinstrumente und -kanäle sowie ein professioneller Umgang mit den Online-Medien. Ein nachhaltig guter Ruf ist das Resultat von konsequentem Handeln, das sich an wesentlichen Grundwerten orientiert. Wie relevant dabei die Nutzung sozialer Netzwerke ist, zeigen auch die Econ Awards (Jahrbuch der Unternehmenskommunikation), die 2010 erstmals Social Media als Kategorie in den Wettbewerb aufnehmen. Durchgesetzt hat sich die Nutzung bei den grossen Unternehmen allerdings noch nicht. Vor allem in der Schweiz besteht Aufholpotenzial: Nur 20 % der SMI-Unternehmen aber 73 % der DAX30 nutzen Twitter, den beliebtesten Anbieter. 30 % der SMI-Unternehmen (DAX30: 80 %) bieten neben dem Print-Bericht auch eine Online-Version auf ihrer Website. Nach wie vor gibt es börsenkotierte Unternehmen, die kaum oder gar nicht im Social Web aktiv sind und so Kommunikationschancen ungenutzt lassen.

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Belastbares Netzwerk?

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Persönliche Kontakte, Vertrauen ins Management und eine transparente Kommunikationspolitik sind die Pfeiler eines belastbaren Journalistennetzwerkes, das auch in Krisenzeiten „trägt“

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Journalisten sind als Multiplikatoren eine der wichtigsten Zielgruppen für die Unternehmenskommunikation. Daran erinnern sich Unternehmen gern, wenn es Gutes zu berichten gibt: Fleißig werden Presse mitteilungen veröffentlicht und Gespräche geführt. Tauchen aber Probleme auf und drohen Negativschlagzeilen, versteckt man sich. Keiner darf sich wundern, dass diese Art der Kommunikationspolitik unter Journalisten weder für Verständnis noch für Vertrauen sorgt. Dies gilt im Übrigen genauso für die Beziehungen zu allen anderen Anspruchsgruppen.

Unverstanden
Man will uns gar nicht verstehen! Warum würdigen Journalisten die gute Entwicklung unseres Unternehmens nicht? Mögliche Antworten auf diese Fragen: Sie haben die Botschaften des Unternehmens nicht verstanden oder sie glauben euch nicht!Es gehört zum Job von Journalisten, Unternehmensmeldungen kritisch zu hinter fragen – schließlich wollen wir alle unabhängig und glaubwürdig informiert werden. Und die Medienszene ist klein und gut verdrahtet. Eine unsachliche, manipulative oder inkonsistente Kommunikation hat langfristige Folgen für die Beziehung zwischen Journalist und Unternehmen. Unternehmensnachrichten müssen stets neu und relevant, Botschaften stringent und langfristig nachvollziehbar sein, um für Glaubwürdigkeit zu sorgen. Hinzu kommt die Sprache einer Mitteilung: Die Wortwahl sollte angemessen sein, Eigenlob, Superlative und Übertreibungen möglichst vermieden werden. Weiterlesen von ‘Belastbares Netzwerk?’

Wenn der Stakeholder zum Unternehmenssprecher wird

Die Enwicklung der digitalen Medien stellt die klassischen Medien vor große Herausforderungen und hält sowohl Möglichkeiten als auch Aufgaben für die Unternehmenskommunikation bereit. Ein Interview mit Dominik Ruisinger, Journalist und PR Berater, über Nutzen und Zukunft von Social Media.

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Herr Rusinger, was schätzen Sie im Alltag besonders an der digitalen Kommunikation?
Die digitale Kommunikation erleichtert mir vieles: Die gezielte Suche nach News, die schnelle Kontaktaufnahme mit Partnern, die parallele Information von Freunden und Interessenten. Man wirft eine Frage in seine sozialen Netzwerke und wird bald mit spannenden Antworten beworfen. Die ständige Erreichbarkeit, die wachsende Informationsflut und die hohe Online-Abhängigkeit machen aber auch deutlich, dass jeder Online-Aktive neben seiner realen Existenz noch eine zweite virtuelle Existenz dazu gewonnen hat. Und die gilt es zu bedienen.

Einige Unternehmen haben bereits eigene Facebook-Profile oder kommunizieren Produktneuerungen über Twitter. Ist das seriöse Kommunikation?
Gerade für Unternehmen, die jüngere Zielgruppen ansprechen, ist eine Präsenz in den Social Media Kanälen heute schon Pflicht. Morgen werden es weitere Unternehmen sein, da sie genau dort ihre Zielgruppen finden. Um erfolgreich zu sein, müssen sie diese Netzwerke aber auch richtig nutzen: Und zwar als Kanäle für eine kontinuierliche und ehrliche Kommunikation und nicht als reines Vertriebsmedium.

Hat der Nutzer denn Lust auf Unternehmensnews in sozialen Netzwerken? Da sucht er doch vor allem den Zeitvertreib und den Austausch mit Freunden, oder?
Dies gilt vielleicht heute noch für Deutschland. Nur wird diese private Orientierung bald der Vergangenheit angehören. Wenn ich aktuelle US-Studien analysiere, so investieren Unternehmen – was Social Media betrifft - teils schon jetzt stärker in die B2B-Ansprache als in den B2C-Bereich. Wir Deutsche hängen noch etwas zurück. Das heißt: Die sozialen Netzwerke werden bald fester Bestandteil fast jeder ganzheitlichen Unternehmenskommunikation sein.

Wenn Sie sagen, Deutschland hängt zurück, wo genau werden wir uns denn hinentwickeln? Weiterlesen von ‘Wenn der Stakeholder zum Unternehmenssprecher wird’

Es zwitschert im DAX

Nach Hollywood-Sternchen und Staatsoberhäuptern haben nun auch unsere deutschen Blue Chips Twitter als trendy Kommunikationskanal entdeckt - Impressionen einer ziemlich unbedarften Entdeckungsreise.

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Mein Coming-out gleich zu Beginn: Ich twittere nicht. Ich lasse mich auch nicht betwittern, volltwittern oder wie immer man das fachmännisch bezeichnet. Warum? Es interessiert mich einfach nicht, wann Paris Hilton Schaumbäder nimmt. Und wenn Mr. President mal wieder die Welt verbessert hat, erfahre ich das hoffentlich auch noch rechtzeitig aus meinen gewohnten Informationsquellen. Mit anderen Worten: Ich bin der ideale Mann für diesen Job.

Und wie heißt du so?

Zu meinem eigenen Entsetzen gerate ich bei vielen Unternehmen bereits an der ersten Hürde gewaltig ins Straucheln: herauszufinden, unter welchem Namen der Laden bei Twitter überhaupt aktiv ist. Steht ganz groß auf der Website, sollte man denken. Diese Theorie bestätigt sich allerdings nur in ausgewählten Fällen. Erstaunlich, dass ausgerechnet die nicht als übermäßig hip verschriene Deutsche Bank es Orientierungslegasthenikern wie mir mit einer eigenen Rubrik „Social Media“ im Pressebereich am leichtesten macht. Irgendwie erinnert mich das Ganze sehr an das gute alte McDonald’s-Phänomen: Alle gehen hin, aber kaum einer bekennt sich öffentlich. Noch?
Neben dem Identifizierungs- entwickle ich im Laufe meines Ausflugs in den virtuellen Vogelkäfig schnell auch ein gewisses Vertrauensproblem. Populärste Frage: Bin ich hier wirklich auf einer offiziellen Corporate-Twitter-Seite gelandet? Woran bitte erkenne ich das? Vielleicht mache nur ich mir darüber Gedanken, aber gibt es eigent lich irgendjemanden, der den ganzen Betrieb dort kontrolliert? Wer nicht glauben mag, dass Twitter geradezu ein Eldorado für Spaßvögel (Achtung, subtil!) ist, sehe sich in einer ruhigen Minute mal die geschätzten 123 Accounts von Angela Merkel an. Weiterlesen von ‘Es zwitschert im DAX’