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„Heard live loud gun shots and it seems grenades were thrown from the terrace onto the petrol bunk!“ twitterte „Vinu“ während der Terroranschläge in Mumbai vor anderthalb Wochen. Zur gleichen Zeit sendeten ARD und CNN noch das ganz normale Tagesprogramm. Der Mikro-Blogging-Dienst „Twitter“ ist jetzt ein Nachrichtenmedium.
Unlängst haben auch Unternehmen und Agenturen die Vorteile von Twitter erkannt. Aber wie steht es um Finanzkommunikation?
Im DAX-30 finden sich momentan nur wenige twitternde Unternehmen. Es herrscht „weitgehend Funkstille“, bechreibt Olaf Kolbrück im off the record Blog die Situation. Während BMW den Mikro-Blogging-Dienst im Rahmen einer Kampagne nutzte, twittert die Deutsche Bahn aktuelle Verkehrsmeldungen.
Und die Investor Relations? Verschläft die Finanzkommunikation einen wichtigen Trend? Immerhin kann man in 140 Zeichen viele wichtige Informationen zusammenfassen: Aktienkurse, wichtige Quartalszahlen, Unternehmensinformationen oder Benachrichtigungen bei neuen Ad-hoc-Mitteilungen.
Ein Vorreiter ist für mich Mal wieder das IT-Unternehmen „Dell“. Schon mit ihrem IR-Blog „Dell Shares“ betraten die US-Amerikaner absolutes Neuland in der Finanzkommunikation. „3Q Earnings - Executive Q&A http://tinyurl.com/5a9alk“, lautet der letzte Tweet, der auf den entsprechenden Blogeintrag verweist. Ganz nach dem Leitgedanken „Keep it short an simple“ sind hier alle wichtigen Informationen enthalten.
Twitter scheint also in der Kommunikation mit Investoren ein durchaus sinnvolles Instrument. Richtig eingesetzt können die kurzen Nachrichten einen wirklichen Mehrwert bieten. Wahrscheinlich wird sich dieser Trend weiter durchsetzen und irgendwann klassische SMS-Alerts verdrängen?
Ich werde die Entwicklung in jedem Fall aufmerksam verfolgen…
Passend zum Thema schrieb Heinz Wittenbrink kürzlich einen interessanten Beitrag in seinem Blog:
http://heinz.typepad.com/lostandfound/2008/12/die-frage-welchen-sinn-hat-twitter-hat-keinen-sinn.html