Archiv für Juli, 2009

Nachtrag:

arc09logoAuch bei den diesjährigen ARC Awards sind ordentlich Gewinne eingefahren worden:

2x Gold, 6x Silber, 2x Bronze und 2 Ehren-Awards!

Der „Annual Report Competition“ (ARC) Award wird jährlich verliehen. Der Wettbewerb wurde initiiert, um Standards im Bereich der Corporate Communications zu setzen und zu fördern. Sponsor ist die MERCOMM INC., die weltweit einzig unabhängige Award Organisation.

Kirchhoff-Kunden räumen ab!

Kirchhoff Consult ging aus dem diesjährigen Geschäftsberichtswettbewerb der League of American Communications Professionals (LACP) erneut erfolgreich hervor: Bei den  LACP-Vision Awards 2008 wurden weltweit mehr als 3.500 Reports bewertet – 23 von Kirchhoff Consult erstellte Berichte wurden prämiert. Hier finden Sie eine Grafik zu den diesjährigen Gewinnen sowie die Auszeichnungen der letzten Jahre im Überblick.

Finanzkommunikation lohnt sich auch für den Mittelstand

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Was kleinere Unternehmen von börsennotierten Gesellschaften lernen können.

Finanzkommunikation ist nur relevant für börsennotierte Gesellschaften! Diese Auffassung ist unter mittelständischen Unternehmen noch immer weit verbreitet. Gleichzeitig aber sorgt die Finanzmarktkrise dafür, dass es für Unternehmen immer teurer und schwieriger wird, Kredite zu bekommen. Ein Zusammenhang zwischen mangelnder Kommunikation und gekürzten Kreditlinien oder verschlechterten Vertragsbedingungen bleibt oft unerkannt. Vielmehr scheint der Mittelstand emotionale Vorbehalte gegenüber der Finanzkommunikation zu haben – vielleicht aus einem Unabhängigkeitsanspruch heraus, vielleicht auch aus Unwissenheit.

Finanzierungschancen aktiv beeinflussen

Doch gute Finanzkommunikation – eine transparente und schlüssige Kommunikation gegenüber Kapitalgebern – ermöglicht Unternehmen nicht nur, die Bedingungen ihrer Finanzierung aktiv zu beeinflussen, sondern auch langfristige Vorteile gegenüber anderen Unternehmen zu sichern. Dies belegt eine repräsentative Studie für den Mittelstand in Deutschland, die durch die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG zusammen mit den Partnern BDI, Commerzbank, Financial Times Deutschland, dem Wirtschaftsmagazin impulse und mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums in Auftrag gegeben wurde. Sie zeigt, dass die mittelständischen Unternehmen, die Verfechter einer guten Finanzkommunikation sind, sich in ihrer betriebswirtschaftlichen Performance positiv von den Skeptikern abheben. Während Verfechter ihre geschäftliche Lage zumeist besser beurteilen, befinden sich unter den Skeptikern der Finanzkommunikation fast drei Mal mehr Unternehmen in der Krise.

Selbst- und Fremdbild abgleichen

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Interview: Kommunikation unter Druck

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Interview mit Raimund Brichta, Moderator und langjähriger Börsenexperte von n-tv. Brichta (50) moderiert seit 1992 die Telebörse beim deutschen Nachrichtensender n-tv. Außerdem ist der Diplom-Volkswirt als Sachbuchautor und freier Wirtschaftsjournalist aktiv.

Welche Rolle spielen die Medien in der Krise?

Eigentlich wollen sie den Lesern, Zuschauern und Zuhörern die Hintergründe der Krise aufzeigen. Leider vermitteln sie mir dabei häufig den Eindruck, dass sie genauso hilflos sind wie die mutmaßlich Verantwortlichen.

Wie eine Meute stürzen sich die Medien zum Beispiel auf besondere „Aufreger-Themen“ wie die Managergehälter. Diese Manie geht bis zu „Meldungen“, nach denen Bundesbankchef Weber im vergangenen Jahr 10.000 Euro mehr verdient hat als im Vorjahr. Ist das nicht erschütternd? Weber hat sogar mehr verdient als EZB-Chef Trichet. Unglaublich!

Welche Kommunikationsfehler machen Vorstände aus Ihrer Sicht in der Krise?

Sie lassen sich zu sehr von den Medien in bestimmte Richtungen treiben. Wer sich stets selbst über den richtigen Weg fundierte Gedanken macht, hat das nicht nötig. Er kann zu seinen Entscheidungen stehen und auch einmal offen einräumen, wenn sich einige von ihnen im Nachhinein als falsch herausstellen sollten. Schließlich ist auch unternehmerisches Handeln immer ein Handeln unter Unsicherheit.

Wie offen und transparent ist Unternehmenskommunikation, wenn es statt Wachstums- und Umsatzrekorden nur Auftragsrückgänge und Stellenabbau zu verkünden gibt?

Natürlich verbreitet man gute Nachrichten lieber als schlechte, so dass man sich bei schlechten Nachrichten eher zurückhält. Dass das falsch ist, darüber besteht ja wohl kein Zweifel. Andererseits habe ich auch den Eindruck, dass einige Unternehmen die Krise als eine gute Entschuldigung für unangenehme Maßnahmen ansehen, als Sündenbock für eigene Versäumnisse. Das ist zwar verständlich, hat aber nichts mit Offenheit und Transparenz zu tun.

Welche Beobachtungen haben Sie seit Ausbruch der Krise bei den handelnden Unternehmen gemacht: Wie professionell gehen sie damit um, wie gut sind sie vorbereitet?

Oh, da gibt es große Unterschiede, das lässt sich nicht verallgemeinern. Am schlechtesten – das ist offensichtlich – schneiden in dieser Hinsicht die Banken ab, vor allem die großen. Am anderen Ende der Skala sehe ich zum Beispiel Unternehmen wie die Deutsche Börse. Aber hier hängt natürlich professionelles geschäftliches Handeln und professionelle Kommunikation eng zusammen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man das, was in den Banken falsch gemacht wurde, auch nur annähernd „professionell“ und „gut vorbereitet“ kommunizieren kann. Da tun mir die Kollegen, die damit beauftragt sind, ehrlich gesagt leid.

Erwarten Sie, dass die Krise an der Kommunikation börsennotierter Unternehmen langfristig irgendetwas verändern wird?

Nein!

Können insbesondere Banken den entstandenen Vertrauensverlust mit kommunikativen Maßnahmen wieder auffangen?

Nein, auch wenn das die Kommunikationsexperten gerne hätten, weil sie daran verdienen könnten. Allenfalls umgekehrt wird ein Schuh draus: Die betroffenen Banken müssen zuerst in ihrem Handeln unter Beweis stellen, dass sie „gelernt“ haben. Erst dann kann man diesen Prozess auch sinnvoll kommunikativ begleiten. Soweit ist es aus meiner Sicht aber noch nicht.

Wozu raten Sie den Kommunikationsverantwortlichen?

Dass sie sich mehr von ihren eigenen Erkenntnissen und Überzeugungen leiten lassen und ihren Chefs nicht nach dem Munde reden. Das ist leider häufig schwieriger als man glaubt.

Wir danken Herrn Brichta für das Gespräch.

Corporate Blogs: das Ende der One-Voice-Policy?

bild-1Über 65 % der Deutschen sind online. Allein im letzten Jahr stieg die Anzahl der Internetnutzer um 1,6 Millionen. Web-Communitys, Blogs, Wikis und Co. haben Hochkonjunktur. Beflügelt durch diese Entwicklung starten einige Unternehmen mit Corporate Blogging. Doch Zweifel bleiben: Die schonungslose Offenheit in der Blogosphäre und der Verlust der Wortführerschaft beunruhigen vor allem die Kommunikationsprofis.

Es gibt sicherlich gute Gründe, weshalb man Trends im Web 2.0 stets mit Vorsicht begegnen sollte, „Second Life“ zum Beispiel. Einst als Kommunikationsmedium der Zukunft gepriesen, hat die virtuelle Welt die Erwartungen vieler PR-Profis bislang nicht erfüllt. Blogs sind da anders. Wenn man so will, sind sie die „Hidden Champions“ der Medienevolution. Fast unbemerkt haben sich Weblogs etabliert. Die Suchmaschine „Technorati“ zählt mittlerweile weit über 100 Millionen Exemplare. Über 140.000 Privatpersonen sollen in Deutschland aktiv bloggen. Die großen Verlage haben das Potenzial längst erkannt: Allein FAZ, DIE ZEIT und das Handelsblatt betreiben zusammen mehr als fünfzig Weblogs. Weiterlesen von ‘Corporate Blogs: das Ende der One-Voice-Policy?’