
Petra Nix, Vorstand Kirchhoff Consult AG
Die Reputation ist ein wichtiger immaterieller Vermögenswert – wenn nicht sogar der wichtigste - für viele Firmen. Die Auffassung, dass der Aufbau von Reputation erheblich Zeit und Anstrengungen braucht, wird mittlerweile allgemein geteilt. Ebenso ist bekannt, dass Unternehmen, die finanziell vergleichsweise besser performen auch über eine bessere Reputation verfügen und vice versa. Umfragen bei CEOs bestätigen, dass die gute Reputation sowie das Know how der Mitarbeiter als die wichtigsten Faktoren für den Geschäftserfolg gelten. Dass zwischen den Finanzen und einer ausgezeichneten Reputation ein enger Zusammenhang besteht, belegt auch unsere Studie im Jahr 2008: Die Befragten Kommunikationsexperten nannten Bilanzskandale sowie Betrug und Bestechung als die größten Reputationsrisiken. Hier geht es zur Studie
Strategische Planung und der Vergleich mit den Wettbewerbsunternehmen zählt
Reputation mit Einmaleffekten oder sporadischen Verbesserungen aufzubauen ist per se nicht möglich. Eine gute Reputation ist vielmehr abhängig von der erfolgreichen Realisierung vieler Faktoren, die alle in eine gute finanzielle Performance münden müssen. Diese entscheidenden Faktoren zu kennen, ist für Unternehmen unabdingbar. Die beständige Qualität der Produkte und Mitarbeiter sowie die Glaubwürdigkeit des Managements gehören eben so dazu.
Reputation reflektiert letztendlich die künftigen Erwartungen der verschiedenen Anspruchsgruppen über die Zukunftsaussichten eines Unternehmens im Vergleich zu den Wettbewerbern. Diese Erwartungen zu kennen, ist für die Unternehmen von entscheidendem Vorteil beim Aufbau einer konsistenten Reputation.
Unternehmen mit einer ausgezeichneten Reputation gelingt es, den Wettbewerb hinter sich zu lassen. Darin liegt der größte wirtschaftliche Benefit. Gut beraten sind die Unternehmen, kurzfristig ihre Reputation zu schützen und langfristig die Wettbewerbspositionen weiterzuentwickeln. Beides kann nicht voneinander losgelöst betrachtet werden – sondern muss Hand in Hand gehen.