Archiv für Oktober, 2009

Münchens Vorstände übernehmen Verantwortung

Nachhaltigkeit ist Chefsache

In einer Befragung der 140 größten Münchner Unternehmen hat die Kirchhoff Consult AG ermittelt, dass Corporate Social Responsibility (CSR) einen hohen Stellenwert genießt. Wie in Österreich und Hamburg, wo Kirchhoff bereits ähnliche Untersuchungen durchführte, erwarten auch die Münchner Unternehmen, dass die Bedeutung von unternehmerischer Verantwortung in Zukunft weiter steigen wird.

Die Untersuchung zeigt, dass die Münchner Unternehmen dem Thema CSR gegenwärtig mit 48 Prozent eine hohe bis sehr hohe Bedeutung beimessen. Obwohl knapp drei Viertel der Unternehmen bereits eine Strategie für das Thema CSR formuliert haben, veröffentlicht bisher lediglich ein Drittel der Münchner Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht. In Unternehmen mit formulierter CSR-Strategie wurde in 32 Prozent der Fälle bereits eine eigene Position dafür geschaffen (CSR-Abteilung, CSR-Beauftragter). Zudem zeigte sich, dass CSR vorwiegend Chefsache ist: 44 Prozent der Unternehmen mit Nachhaltigkeitsstrategie haben die CSR-Aktivitäten direkt beim Vorstand angesiedelt.

andrea.geicke@kirchhoff.de

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„Renaissance der Wohnimmobilie als Kapitalanlage“

Interview mit Sven Odia, Vorstandsvorsitzender der Engel & Völkers Capital AG

Sven Odia
Sven Odia, Vorstandsvorsitzenderder
Engel & Völkers Capital AG

Herr Odia, Sie haben in diesem Sommer mit dem Vertrieb Ihres ersten Wohnimmobilienfonds begonnen. Wie war die Resonanz?

Odia: Wir sind sehr zufrieden: Nach nur drei Wochen waren bereits rund 50 Prozent des Eigenkapitals von insgesamt rund 20 Mio. Euro bei Anlegern eingeworben. Das Besondere an unserem Fonds ist, dass er hauptsächlich in den Wohnbereich investiert. Für das Mehrfamilienhausportfolio des „Deutscher Wohnfonds 01: Metropolregionen“ haben wir besonderen Wert auf eine unabhängige Selektion der Objekte gelegt. Sie werden ausschließlich unter den Gesichtspunkten Standort, Mietrendite und Gebäudesubstanz ausgewählt. Die Objekte werden nur in den drei westdeutschen Metropolregionen Hamburg, der Rheinschiene und der Region Rhein/Main – aussichtsreiche Märkte mit einem attraktiven Rendite-Risiko-Profil – erworben.

Was zeichnet die Engel & Völkers Capital AG aus?

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Brand Reporting

Der Geschäftsbericht weiter gedacht

Der Geschäftsbericht 2008 des Schweizer Reisekonzerns Kuoni
Der Geschäftsbericht 2008 des Schweizer Reisekonzerns Kuoni ist in drei Teile gegliedert und in einem Schuber zusammengefasst. Innovativ ist insbesondere
der „Brand Report“.
„Made in Germany“ war mal ein Markenversprechen. Doch dieses Versprechen hat über die Jahre zunehmend an Glanz verloren. Anders sieht es in der Schweiz aus. „Swiss made“ bürgt für Qualität und Präzision. Ein Qualitätsanspruch, der den Schweizern bereits in die Wiege gelegt zu werden scheint. Wie sonst ist der unbändige Stolz über die im eigenen Land hergestellten Produkte zu erklären. Es gibt eigentlich kein Schweizer Unternehmen, das nicht mit dieser „Swissness“ wirbt. Zumal das Land an sich wie eine Marke vermarktet wird. Marken werden als höchstes Gut behandelt, gehegt und gepflegt. Unternehmen investieren in ihre Marken und heben somit den Markenwert.

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Schweizer Geschäftsberichte unter die Lupe genommen

Bestnoten für Straumann, Swiss Re, UBS, Novartis und Holcimtop5_smi-expanded

Ein Schweizer Geschäftsbericht war im Jahr 2008 durchschnittlich 180 Seiten stark.

Am kürzesten fasste sich die Privatbank Julius Bär mit 74 Seiten; den umfangreichsten Geschäftsbericht präsentierte die Credit Suisse mit 480 Seiten. Führt mehr Umfang gleichzeitig zu mehr Transparenz? Dieser Frage ging Kirchhoff Consult nach und untersuchte die Geschäftsberichte der im SMI Expanded gelisteten Unternehmen.

Im Mittelpunkt der Analyse stand die Frage, in welchem Maße die Unternehmen ihre externe Kapitalmarktkommunikation an den Zielsetzungen einer wert- und zukunftsorientierten Berichterstattung ausrichten, welche Trends sich hierbei abzeichnen und wie diese im Geschäftsbericht kommuniziert werden. Das Geschäftsmodell, die Geschäftsentwicklung, die Produkte und Dienstleistungen sowie die Rahmenbedingungen wurden auf gutem bis sehr gutem Niveau dargestellt. Im nicht finanziellen Bereich überzeugte die Berichterstattung zu Prozessen und Umweltaktivitäten. Kaum ein Unternehmen kommunizierte ausführlich die Strategie, die wertorientierte Führung oder die Wettbewerbssituation. Informationen über Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit wurden nur eingeschränkt geliefert. Auch hinsichtlich Transparenz und Übersichtlichkeit gibt es bei nahezu allen Geschäftsberichten erhebliches Verbesserungspotenzial.

petra.nix@kirchhoff.de

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Spannendes Börsenjahr 2010

Klaus Rainer Kirchhoff, Geschäftsführer Kirchhoff Consult AG

Klaus Rainer Kirchhoff, Vorstandsvorsitzender der Kirchhoff Consult AG

Der US-Schuldenberg bedrohe die Weltwirtschaft stärker, als es die Finanzkrise getan habe, stand kürzlich zu lesen. Die Angst vor der Inflation geht um. Ich habe weder den Weltuntergangspropheten der letzten 12 Monate geglaubt, noch fürchte ich eine außer Kontrolle geratene Inflation. Aber unterstellen wir mal eine starke inflationäre Entwicklung. Wo soll man investieren?

Eine Untersuchung über alle inflationären Phasen des Jahrhunderts hat ergeben, dass hinsichtlich der realen Renditen Staatsanleihen, Cash, Gold und Unternehmensanleihen am schlechtesten abschnitten. Am besten performten jedoch Aktien mit der inflationsbereinigten Rendite von knapp 5 Prozent.

So wundert es mich nicht, dass Investoren händeringend nach attraktiven Börsenkandidaten Ausschau halten. Mit Vtion Wireless Technology haben wir den ersten Börsengang im Prime Standard seit über einem Jahr begleitet. Als Emissionsberater bereiten wir zurzeit weitere Börsenkandidaten vor, die voraussichtlich im nächsten Jahr an die Börse gehen. 2010 verspricht ein sehr spannendes Börsenjahr zu werden. Freuen wir uns darauf.