Archiv für 'Public Relations'

Belastbares Netzwerk?

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Persönliche Kontakte, Vertrauen ins Management und eine transparente Kommunikationspolitik sind die Pfeiler eines belastbaren Journalistennetzwerkes, das auch in Krisenzeiten „trägt“

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Journalisten sind als Multiplikatoren eine der wichtigsten Zielgruppen für die Unternehmenskommunikation. Daran erinnern sich Unternehmen gern, wenn es Gutes zu berichten gibt: Fleißig werden Presse mitteilungen veröffentlicht und Gespräche geführt. Tauchen aber Probleme auf und drohen Negativschlagzeilen, versteckt man sich. Keiner darf sich wundern, dass diese Art der Kommunikationspolitik unter Journalisten weder für Verständnis noch für Vertrauen sorgt. Dies gilt im Übrigen genauso für die Beziehungen zu allen anderen Anspruchsgruppen.

Unverstanden
Man will uns gar nicht verstehen! Warum würdigen Journalisten die gute Entwicklung unseres Unternehmens nicht? Mögliche Antworten auf diese Fragen: Sie haben die Botschaften des Unternehmens nicht verstanden oder sie glauben euch nicht!Es gehört zum Job von Journalisten, Unternehmensmeldungen kritisch zu hinter fragen – schließlich wollen wir alle unabhängig und glaubwürdig informiert werden. Und die Medienszene ist klein und gut verdrahtet. Eine unsachliche, manipulative oder inkonsistente Kommunikation hat langfristige Folgen für die Beziehung zwischen Journalist und Unternehmen. Unternehmensnachrichten müssen stets neu und relevant, Botschaften stringent und langfristig nachvollziehbar sein, um für Glaubwürdigkeit zu sorgen. Hinzu kommt die Sprache einer Mitteilung: Die Wortwahl sollte angemessen sein, Eigenlob, Superlative und Übertreibungen möglichst vermieden werden. Weiterlesen von ‘Belastbares Netzwerk?’

Wenn der Stakeholder zum Unternehmenssprecher wird

Die Enwicklung der digitalen Medien stellt die klassischen Medien vor große Herausforderungen und hält sowohl Möglichkeiten als auch Aufgaben für die Unternehmenskommunikation bereit. Ein Interview mit Dominik Ruisinger, Journalist und PR Berater, über Nutzen und Zukunft von Social Media.

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Herr Rusinger, was schätzen Sie im Alltag besonders an der digitalen Kommunikation?
Die digitale Kommunikation erleichtert mir vieles: Die gezielte Suche nach News, die schnelle Kontaktaufnahme mit Partnern, die parallele Information von Freunden und Interessenten. Man wirft eine Frage in seine sozialen Netzwerke und wird bald mit spannenden Antworten beworfen. Die ständige Erreichbarkeit, die wachsende Informationsflut und die hohe Online-Abhängigkeit machen aber auch deutlich, dass jeder Online-Aktive neben seiner realen Existenz noch eine zweite virtuelle Existenz dazu gewonnen hat. Und die gilt es zu bedienen.

Einige Unternehmen haben bereits eigene Facebook-Profile oder kommunizieren Produktneuerungen über Twitter. Ist das seriöse Kommunikation?
Gerade für Unternehmen, die jüngere Zielgruppen ansprechen, ist eine Präsenz in den Social Media Kanälen heute schon Pflicht. Morgen werden es weitere Unternehmen sein, da sie genau dort ihre Zielgruppen finden. Um erfolgreich zu sein, müssen sie diese Netzwerke aber auch richtig nutzen: Und zwar als Kanäle für eine kontinuierliche und ehrliche Kommunikation und nicht als reines Vertriebsmedium.

Hat der Nutzer denn Lust auf Unternehmensnews in sozialen Netzwerken? Da sucht er doch vor allem den Zeitvertreib und den Austausch mit Freunden, oder?
Dies gilt vielleicht heute noch für Deutschland. Nur wird diese private Orientierung bald der Vergangenheit angehören. Wenn ich aktuelle US-Studien analysiere, so investieren Unternehmen – was Social Media betrifft - teils schon jetzt stärker in die B2B-Ansprache als in den B2C-Bereich. Wir Deutsche hängen noch etwas zurück. Das heißt: Die sozialen Netzwerke werden bald fester Bestandteil fast jeder ganzheitlichen Unternehmenskommunikation sein.

Wenn Sie sagen, Deutschland hängt zurück, wo genau werden wir uns denn hinentwickeln? Weiterlesen von ‘Wenn der Stakeholder zum Unternehmenssprecher wird’

Tipps für eine zielgerichtete Kommunikation

1. Definieren Sie Ziele und Strategie Ihrer Kommunikation.

2. Nehmen Sie Ihre Zielgruppe(n) und deren Informationsbedürfnisse ernst.

3. Erarbeiten Sie Botschaften, die authentisch und verständlich sind.

4. Denken Sie daran: Führen Sie Dialoge statt Monologe.

5. Seien Sie ehrlich und sagen Sie auch mal, wenn es nicht so gut läuft.

Was würden Sie bezahlen?

Insbesondere in schwierigen Zeiten wird häufig die Frage nach dem Wert von Kommunikation aus der Schublade geholt: Landen die oftmals kostspielig kommunizierten Botschaften wirklich im Kopf des Empfängers? Was für eine Frage. Vor allem: eine gute! Ist eine zufrieden stellende Antwort in Sicht?

Fehlanzeige. Im Gegenteil. Diese Frage fördert widersprüchliche Reaktionen zutage und ruft schmerzhaftes Stöhnen bei Kommunikationsverantwortlichen hervor. Denn leider verhält es sich bei diesem kommunikationsphilosophischen Diskurs anders als mit Eintopf – er wird nicht besser, wenn man ihn immer wieder aufwärmt. Spannender wird es, wenn der Eintopf einmal aus einer anderen Perspektive umgerührt wird.

Krise = Kommunikationskrise?

Eine Onlineerhebung zu Kommunikationstrends 2009, bei der rund 500 Kommunikatoren nationaler und internationaler Unternehmen und Organisationen zu Themen und Maßnahmen befragt wurden, bestätigte: Krise – wohin man schaut und hört. Ob es das Krisenmanagement selbst ist oder das Schönreden von Effizienzsteigerungsprogrammen. Angesichts der Finanzkrise ist es wohl nur eine Frage der Konsequenz, dass die Krise sich auch auf die Kommunikation und ihre Budgets auswirkt – auch wenn die Nachfrage nach und die Bedeutung von zielgerichteter Kommunikation gerade in Krisenzeiten steigt.

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Hat Corporate Identity eine Zukunft?

Einen aktuellen Einblick in die deutsche Agenturszene gibt eine Studie, die vom Corporate Design Institut in Mainz herausgegeben wurde (www.ci-in.de/studien.html). Die Studie beleuchtet die derzeitige Branchensituation auf Grundlage der Befragung von leitenden Mitarbeitern und Geschäftsführern von Kommunikations-, Marken- und Designagenturen. Die wirtschaftliche Entwicklung im Krisenjahr 2009 steht dabei im Mittelpunkt. Eine bedeutende Frage betrifft den Stellenwert des Themas Corporate Identity (CI) in den Agenturen und in den Unternehmen.

CI wird selbst von den Agenturen noch zu oft auf das reine Design reduziert und somit mit dem Bereich Corporate Design verwechselt - die inhaltliche und marken-strategische Beratung wird in diesem Zusammenhang stiefmütterlich behandelt.

Doch der Bedarf nach strategischer Markenkommunikation ist groß. Die Unternehmen wissen es nur noch nicht, da zu viele Agenturen auf diesen Zug aufspringen und den Kunden etwas verkaufen, das den Namen Corporate Identity nicht verdient. Unternehmen sollten sich vor der Auftragsvergabe die Agenturen genau anschauen. Nicht selten bietet eine Agentur, die sich mit Investor Relations, PR, Corporate Publishing und strategischer Unternehmenskommunikation auskennt, die besseren Voraussetzungen für eine zielgerichtete und erfolgreiche Zusammenarbeit.

thorsten.greinus@kirchhoff.de